einatmen, ausatmen
Die Bielefeld-Düsseldorf-Köln-Connection. Ein Blogvorhaben von Tanja, Anke und Felix.

Von Abschied und Trennung und Weitermachen ...
23. November 2009, 18:16 Uhr von Tani

Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen. Einatmen. Ausatmen.
… Erstmal doch gar nicht so schwer. Geht ja auch quasi wie von selbst … Doch seit einer knappen Woche fehlt häufig etwas beim Einatmen und beim Ausatmen.

Ich habe mich getrennt! Nach über 12 Jahren. Atme jetzt ganz alleine. Und stelle fest, wie schön das ist. Wie befreiend und beruhigend.

Doch es gibt da auch noch eine andere Seite:
Ich habe mich getrennt! Atme jetzt alleine. Und stelle fest, dass manchmal was fehlt … dass vieles plötzlich anders ist … und dass anders auch mal seltsam ist.

Seit einer knappen Woche bin ich also rauchfrei. Irgendwie war es ganz einfach. Ich musste mich ja nur dazu entschließen, es nicht mehr zu tun. Ich habe meine Entscheidung bisher nicht eine Sekunde lang bereut und muss sagen, dass diese Entscheidung wohl zu den wichtigsten Entscheidungen meines Lebens gehört.

Tja, dennoch steht da ganz oben im Titel was von Abschied und mit Abschied verbindet man doch auch gerne mal etwas Trauriges, etwas Bedauerndes oder auch etwas Sehnsüchtiges.

Und, ja!!! Ein bißchen bin ich manchmal traurig! Ein bißchen Sehnsucht hab ich auch! … Auch wenn ich nichts bedauere! Es ist nicht nur die Gewohnheit, die fehlt. Nein, ich habe gern geraucht! Jaja … das sagen halt Raucher so … totaler Quatsch und blablabla … Aber doch: JA, ich habe gern geraucht! Zumindest hab ich mir das eingebildet; und zwar sehr überzeugend. Also, was macht es dann noch für einen Unterschied. Das Gefühl war für mich echt.

Also:
Ich möchte mich daher hier und jetzt verabschieden, und zwar von meiner Guten-Morgen-Zigarette, von meiner Kaffee-Zigarette, von meiner Telefon-Zigarette, meiner Kartenspiel-Zigarette, meiner (hmm toll) Bier-(und-Alkohol-allgemein-)Zigarette, meiner Nach-dem-Essen-Zigarette, meiner (pfui) Vor-dem-Essen-beim-Kochen-Zigarette, meiner Zigarette-Danach …, meiner Tee-Zigarette, meiner Auto-Zigarette, meiner Uni-Zigarette, meiner Küchen-Zigarette, meiner Zu-Hause-auf-dem-Balkon-Zigarette, meiner Auf-dem-Weg-Zigarette, meiner Möööp-Langweilig-Zigarette, meiner Feier-Zigarette, meiner Brausetabletten-Zigarette und meiner Einfach-Nur-So-Zigarette!

Ich hoffe, ich habe keine vergessen!

Ich sage Tschüss und denke dabei an viele schöne Momente, die ich nicht missen möchte, und auch wenn ich in der einen oder anderen Situation noch wehmütig zurückblicken werde, werdet ihr in meinem Leben keinen Platz mehr finden! Denn manchmal ist ein Abschied nun einmal notwendig und unausweichlich und gewollt und besser und und und … und richtig!!!

Denn was ist es eigentlich?
Es sind doch die Momente. Die Momente, die zählen. Lediglich die Erinnerung an diese Momente wird durch Assoziationen verstärkt. Und das Verrückte daran ist: Alle Momente wären ohne Zigaretten mindestens genauso schön gewesen! Das weiß ich jetzt. Ich suche mir jetzt neue Assoziationen! =)

Adios und auf Nimmernimmerwiedersehen an einen sehr anhänglichen Weggefährten!!!

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Kommentare

Aenki:
23. November 2009, 20:54 Uhr

Hm ja. Wir sind auch weiser geworden. =) Du schaffst das, Baby! Ich habs ja schliesslich auch hinbekommen – denk einfach nicht dran!


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